Wintersport

Der Hauberg war früher das Ausflugsziel für Wintersportler aus der ganzen Region. Bereits in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts war es zunächst die Musberger Dorfjugend, 10 Jahre später Skifahrer aus der Umgebung, die sich dort zu Tal stürzten.

Zunächst musste der Berg noch "bestiegen" werden, bis 1965 neben der Oberen Mühle ein Schlepplift in Betrieb genommen wurde.

Leider wurde dieser wegen den schneearmen Wintern sowie Erb- und Familienstreitigkeiten 1995 stillgelegt. Das Bild zeigt im Vordergrund die "Talstation" und ganz oben ist die ehemalige "Bergstation" zu erkennen.

Alter Skilift am Hauberg

An schönen, schneereichen Wochenenden waren hier in den 50er Jahren tausende Skifahrer aus der Region unterwegs. Es gab einen Würstchengrill und eine Gulaschkanone von der Feuerwehr. Heute ist es immer noch ein klasse Schlittenhang.

Gestell der alten Sprungschanze

Ein kleines Stück talwärts, oberhalb der Eselsmühle, steht die alte Sprungschanze. Sie wurde 1955 mit einem großen Eröffnungsspringen eingeweiht und vor ca. 600 Zuschauern auf den Namen "Piz Mus" getauft. Von den angetretenen 20 Springern war der Lokalmatador Albert Röhrle aus Rohr Tagessieger mit einer Sprungweite von 32 Metern.

Die Schanze ist lange schon nicht mehr in Betrieb - direkt hinter dem Schanzentisch stehen inzwischen große Nadelbäume. Den Schanzenrekord hält übrigens - man höre und staune - Georg Thoma mit immerhin 45 Meter (manche Quellen berichten auch von 48 Metern!?).

1963 wurde die Piste mit ausgemusterten 500-Watt-Birnen beleuchtet und das erste "Stuttgarter Nachtspringen" veranstaltet. Dieses lockte einem Zeitungsbericht zufolge nicht weniger als 3000 Zuschauer in die "garantiert staubfreie Winterluft" des Siebenmühlentals und in die warmen Wirtshausstuben.

Übrig geblieben ist noch das Stahlrohrgestell. Treppen und Böden (alles aus Holz) modern unter der Schanze vor sich hin.

Anlaufstrecke der alten Sprungschanze
Nach dem Anlauf über die Schanze ging es noch rund 20 Meter durch den Wald und dann über den Schanzentisch.

Schanzentisch der alten Sprungschanze

Von hier aus erfolgte der Flug am Sprungrichterhaus vorbei mit Landung unten beim Reichenbach. Über den Reichenbach wurde eine Brücke aus Forchenstämmen als Auslaufzone für die Skispringer erbaut.

Das Alles sieht auch heute noch ausgesprochen respekteinflößend aus.

Sprungrichterhaus der alten Sprungschanze

Skizzenbuch von Helmut Nolda, Seite 47
Skizzen der Mäulesmühle und vom Skivergnügen am Piz Mus (die Skizzen stammen aus dem Skizzenbuch von Helmut Nolda vom November 2008 - siehe auch bei den Medien). In der Bildmitte ist auch die Obere Mühle zu sehen, links daneben der Reitstall.