Wandervorschläge

Auf dieser Seite werden Wandermöglichkeiten durch das Siebenmühlental vorgestellt. Für weitere Empfehlungen einer netten Wanderung können Sie gerne ein Mail an den Webmaster (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt, Du musst JavaScript aktivieren, damit Du sie sehen kannst. ) schicken. Ich nehme diese dann gerne auf dieser Seite auf.

Wanderung - VVS-Freunde

Wandervorschlag für VVS-Freunde durch das Tal
(Diese Wanderung wurde von Jürgen Gruß zur Verfügung gestellt)

Mit dem Bus Linie 86 nach Musberg Kirchplatz und von dort durch das Tal bachabwärts. In der Schlösslesmühle Mittagseinkehr. Dann auf den Bundeswanderweg - Walzenmühle von oben betrachtet - und bei der Kochenmühle zum bachbegleitenden Weg wieder hinab. An der Burkhardtsmühle ins Aichtal und weiter zum Gasthaus Liebenau.

Dort in den alle Stunde fahrenden 86er Bus und mit einer zwei Zonen Karte zurück nach Musberg. Strecke: ca. 10km

Wanderung - Stuttgarter Zeitung: Die schönsten Seiten der Region

Opas röhrender Hirsch und die kleinen Helfer für das bisschen Haushalt
(Diese Wanderung wurde im August 2002 in der Stuttgarter Zeitung veröffentlicht)

Die schönsten Seiten der Region (10): eine Wanderung durchs Siebenmühlental nach Waldenbuch und zu seinem brillant gemachten Museum für Volkskultur. Heute: Waldenbuch und sein Museum für Volkskultur. Von Martin Reinkowski.

Museum für Volkskultur – das klingt schrecklich altbacken. Doch wie im Schloss Waldenbuch Zeugnisse vom Leben und Arbeiten aus drei Jahrhunderten gezeigt werden, das kann Kinder wie Erwachsene begeistern – wenn sie in den Ort am Rand des Schönbuchs finden, der abseits des großen Verkehrs liegt. Wer am Sonntag um 15 Uhr in Waldenbuch hinauf aufs Schloss kommt, der hat es gut getroffen. Dann findet nämlich zum einzigen Mal während der ganzen Woche eine Führung statt. Und es lohnt allemal, sich von einem jungen Wissenschaftler mit Witz und Detailkenntnis in die Arbeits- und Wohnkultur unserer Vorfahren einführen zu lassen.

Da erkennt jemand aus gut christlichem Hause das golden gerahmte Bild wieder mit den Kindern auf brüchiger Brücke und den Schutzengeln, ein Bild, das in der Jugend noch über dem eigenen Bett hing (und inzwischen auf dem elterlichen Dachboden wieder ausgegraben wurde!). Daneben prangt der röhrende Hirsch, dieser klassische Wandschmuck, der früher in so vielen Stuben hing.

Das Interieur der Wohnung einer alten Frau aus Siegelsbach bei Sinsheim versetzt den Betrachter in ein typisches württembergisches Bauernhaus der letzten Jahrzehnte. Die Bäuerin hat ihre Küche, Stube und das Schlafzimmer dem Museum vermacht, wo jetzt neben alten Möbeln die neumodische hässliche Eckbank aus dem Versandhaus steht. Den Kindern gefällt die Sammlung der Küchengeräte am besten – nicht wegen der ersten weißen Ware mit dem abschließbaren Kühlschrank, der Wäscheschleuder oder dem klobigen Staubsauger, sondern weil sie dort Johanna von Koczians Lied über „das bisschen Haushalt“ lauschen können, der ja wohl kein Problem sei – „sagt mein Mann“.

Wer nur nach Waldenbuch möchte, durch die historische Altstadt läuft und dann das Museum für Volkskultur erforscht, der hat schon ein paar Stunden zu tun, so er sich alles genau ansehen möchte. Eine Wanderung vorneweg ist freilich allen zu empfehlen, die sich einen Tag lang Zeit nehmen für ihren Ausflug, zumal zwischen der nächstgelegenen S-Bahn-Station in Leinfelden und Waldenbuch das Siebenmühlental liegt. Der berühmte Weg entlang des Reichenbachs, an dem heute nicht nur sieben, sondern sogar noch elf Mühlen stehen, beginnt in Musberg, wohin man von Leinfelden zu Fuß oder mit dem Bus gelangt. Die Eselsmühle, die zweite nach dem Taleingang, hat einen Hofladen und ein Café – erste Möglichkeit für eine Pause, die man mit Kindern ohnehin öfters einlegen muss. Wer eine Wirtschaft vorzieht, kann sich an die folgenden Mühlen halten. Übers Tal spannt sich jetzt ein Viadukt, der zur ehemaligen Bahnlinie nach Waldenbuch gehört. Dem Wanderer sei angeraten, den Viadukt zu unterqueren und weiter entlang der Mühlen zu laufen. Denn die ehemalige Bahntrasse, die zum asphaltierten Bundeswanderweg ausgebaut ist, betrachten die Radfahrer und Inliner als ihr Revier – Achtung, Lebensgefahr. Wer sich übrigens gleich auf die Seite der Raser schlagen möchte, der kann schon in Musberg auf diese alte Trasse einsteigen.

Wir klappern weiter die Reihe der Mühlen ab, wo die Kinder immer Unterhaltung finden. Um sie auch weiter bei Laune zu halten, lässt sich die Wanderung abkürzen. Wir biegen an der Mühle Nummer sechs – das ist die Schlösslesmühle – nach rechts ab, queren den Bundeswanderweg und laufen hinauf durch den Wald auf die Höhe am Hasenhof. Von da führt der Fuß- und Radweg an der Straße nach links recht rasch nach Waldenbuch hinunter. Dort ist ein Rundgang durch das 700 Jahre alte Städtchen obligatorisch. Eine Hilfestellung leistet den Besuchern der Stadtlehrpfad mit seinen 21 Stationen – von der Stadtkirche aus dem Jahr 1360 übers Rathaus bis zum Schloss, wohin sich die württembergischen Herzöge einst zur Jagd zurückzogen.

Eine Tafel am Sitz des Waldvogts, dem ehemaligen Oberforstamt, gibt Auskunft über die letzte Hofjagd vom 6. November 1812. Da wurden neben 297 Hirschen und 211 Rehen auch 233 Sauen erlegt. Die Tiere waren damals zum Plaisir der hohen Herren herangepäppelt worden. Tausende von Treibern und Bauern trieben sie ihnen vor die Flinten.

Ausgewachsene Tour

Vom Bahnhof Leinfelden (S 2, S 3, U 5) fährt nach Waldenbuch die Buslinie 826. Nach Musberg zum Ausgangspunkt der Wanderung durch das Siebenmühlental verkehrt die Buslinie 86. In Musberg läuft man die Böblinger Straße entlang, der Wanderweg biegt nach links ab. Die Radfahrer und Inliner finden den Start zum Bundeswanderweg nach Waldenbuch am Parkplatz am Ortseingang von Musberg. Die Anfahrt mit dem Auto nach Waldenbuch erfolgt über die A 8, Ausfahrt Stuttgart-Degerloch, dann auf der B 27 in Richtung Echterdingen/Tübingen. Nach Musberg gelangt man über Echterdingen und Leinfelden.

Vier Stunden sollte man für die 14 Kilometer lange Wanderung durch das Siebenmühlental nach Waldenbuch auf jeden Fall einplanen. Mit Kindern kann man die ausgewachsene Tour auf dieselbe Zeit beschränken, wenn man an der Schlösslesmühle die Abkürzung nach rechts durch den Wald nimmt – hier steigt der Weg allerdings erst einmal stark an. Zum historischen Stadtlehrpfad durch die Stadt Waldenbuch erhält man im Alten Rathaus einen kleinen Führer (Telefon 07157/1293-22). Das Museum für Volkskultur im Schloss Waldenbuch, eine Außenstelle des Württembergischen Landesmuseums in Stuttgart, ist geöffnet von Dienstag bis Samstag jeweils von 10 bis 17 Uhr und am Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Jeden Sonntag findet um 15 Uhr eine Führung durchs Museum statt.

Von Waldenbuch zurück nach Musberg und Leinfelden fahren die Busse am Postamt an der Stuttgarter Straße ab.

Wanderung - Joggingstrecke

Joggingstrecke von Pfarrer Lieb aus Möhringen
(Beitrag aus der Filder-Zeitung)

Eine schöne Joggingstrecke (die man natürlich auch Wandern kann) durchs Siebenmühlental, beschrieben von Pfarrer Lieb aus Möhringen in der Serie "Mein sommerlicher Lieblingsplatz" der Filder-Zeitung gibt es hier. Länge ca. 10 km.

Wanderung - Wanderkarten

Weitere Wanderungen auf den Wanderkarten

gibt es auf den Wanderkarten, die 2008 neu aufgestellt wurden (Bericht in der Filderzeitung). Hier beispielsweise die am Viadukt bei der Mäulesmühle aufgestellte Karte.