Eisenbahn

Zwischen 1928 und 1956 fuhr zwischen Leinfelden und Waldenbuch die "Schönbuchbahn". Die Bauarbeiten begannen im Frühjahr 1919 als Notstandsarbeiten. Am 23. November 1922 ereignete sich ein Unfall, bei dem der Musberger Gottlob Stäbler tödlich verunglückte. Im November 1923 mussten, nachdem bereits dreiviertel der Strecke gebaut war, die Arbeiten wegen Geldmangels durch die Inflation eingestellt werden. Im Sommer 1926 wurden die Arbeiten wieder als Notstandsarbeiten weitergeführt. Im Frühjahr 1928 war die Bahnlinie endlich fertig gestellt.

Das erste Bild zeigt einen Bautrupp der Eisenbahnlinie um 1927.

  

Die Einweihung der Bahnstrecke erfolgte am 22. Juni 1928. Die folgenden 3 Bilder zeigen verschiedene Festivitäten. Zunächst der Festzug, bei dem im Vordergrund Kinder zu erkennen sind, die die "Sieben Schwaben" darstellen.

Als nächstes Bild die "Festjungfrauen", die beim Empfang des Zuges Spalier standen.

Zuletzt das Bahnpersonal mit der geschmückten Lokomotive.
  
Nachdem die Bahnlinie ein Jahr zuvor aus wirtschaftlichen Gründen stillgelegt worden war (zunächst die Strecke Musberg - Waldenbuch, später die zwischen Leinfelden und Musberg), wurden die Schienen und die Schwellen 1957 abgebaut. Auf dem Schotter des Bahnkörpers baute man später den Bundeswanderweg.

Eine kleine Geschichte rund um die Eisenbahn erzählt, dass ein paar Bürger (oder besser Spitzbuben) aus Plattenhardt und den Mühlen eines Nachts die Lokomotive in Waldenbuch geklaut haben. Sicher kein einfaches Unterfangen und eine nette Überraschung für den Lokomotivführer...

Einen schönen Beitrag zur Geschichte der Schönbuchbahn gab es in der Filderzeitung vom 23. Juni 2008